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DER BERG: WALD UND WIESE - FELS UND WASSER - LÄRM UND STILLE

Lärm und Stille

Zum großen Bild!
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Vom Paschberg zu sprechen, ohne die Autobahn zu erwähnen, wäre eine sträfliche Unterlassung. Trotzdem wurde dies Rubrik zuletzt gereiht - um Sie schonend darauf vorzubereiten. Außerdem gibt es am Paschberg viele Plätze deren optische Stille den faktischen Lärm übertönt.
Der Grundton, von dem ein Gutteil des Nordabhangs am Paschberg beherrscht wird, ist ein Lärm, der "grauem Rauschen" nicht unähnlich ist. Hervorgerufen wird diese Geräuschkulisse einerseits von der Brennerautobahn (die dort im westlichen Teil auf der Paschbergbrücke verläuft) und der Südtangente am Hangfuß. Diese beiden Lärmachsen sorgen dafür, das auch noch auf den kleineren Plateaus durch Schallbrechung eine ausreichende (!) Beschallung gegeben ist.
Einzelne Bereiche (z.B. Tantegert, das Tal südlich des Walterhofs, der Keuchengarten in Schloß Ambras) bleiben davon aber verschont. Ein geübter "Paschbergwanderer" wird mit der Zeit die Nuancierungen der Lärmintensität bemerken (oder ignorieren) und sie gegebenenfalls als Teil der abwechslungsreichen Landschaft verstehen. Absolute Stille wird man aber hier nicht finden - dazu muß man schon weiter fahren - womit man wieder zum Teil dieses Problems (Stichwort "Fahren") wird.
Obwohl der Paschberg also vom menschlichem Lärmen arg gebeutelt wird, tragen doch zwei weitere Einrichtungen für zumindest gelegentliche "musikalische" Lichtblicke bei.
Besonders bei starkem Föhn (der dann auch Autobahnlärm übertönt) wird die große Äolsharfe aktiv. Die Silhouette des Paschbergs wird durch die am Kamm verlaufende Freileitung charakteristisch hervorgehoben. Wenn nun bei Föhn die Saiten dieses gigantischen Musikinstrumets angeschlagen werden, erfüllt sich die Atmosphäre mit einem dumpfen an- und abschwellenden Dröhnen das insbesondere am Abend beeindruckend ist. Aufpassen sollte man dabei aber auf mögliche entstehende Windwürfe, da jährlich ein paar Bäume am Kamm umgelegt werden - der Förster empfiehlt jedenfalls nicht, bei Föhn auf den Paschberg zu gehen.....
Vergleichsweise relativ leise Töne schlägt die Lokalbahn an. Insbesondere seit dem Einbau einer Radkranzschmierung hört man den Widerhall des charakteristischen Kreischens beim Durchfahren der Kehren nicht mehr so oft. Das Lauschen an den Oberleitungsmasten ist aber eine schöne Alternative dazu, zumal diese Töne angenehm melodisch klingen und einen praktischen Nutzen (ähnlich der Zugankunftsanzeige) haben.
Noch etwas interessantes zum Thema Lärm. Lassen Sie einmal die Geräuschkulissen des Lanser Sees (z.B. von dem Aussichtspunkt über dem Strandbad) bei geschlossenen Augen auf sich ein wirken. Sie werden feststellen, daß die Sommer- und Wintergeräuschkulisse (Schwimmen/Eislaufen) nahezu gleich ist - und das trotz der lärmdämmenden Eigenschaften des Schnees. Sie können so die Illusion einer Jahrezeitenumkehrung erfahren.
Stille ist in diesem Wald also eher Mangelware. Tierstimmen kann man zwar gelegentlich hören. Sie überwiegen aber nie.
Trotzdem wirken die Bewohner des Waldes ebenso wie dessen Besucher (wenn man von Joggern absieht) eigentlich nicht gestresst. Das liegt wohl an der eingangs erwähnten optischen Stille. Stundenlang kann man im grünen Dämmerlicht dahinwandern, immer im Bewußtsein, daß man sogar zu Fuß innerhalb einer halben Stunde wieder in die Stadt zurückkommen kann. Das trägt sicher mehr zur Erholung bei, als absolute Stille , die nur mit großem Aufwand erreichbar ist.

Talking about the Paschberg without mentioning the motorway would be an inexcusable omission. Nevertheless this topic was arranged as the last point - to prepare you cautiously. Besides at the Paschberg there can be found several places where optical silence is superior to existing noise.

The predominant keynote of the Paschbergs northern hill is noise similar to "grey whistle" (I hope, that´s the right phrase - similar sound to the whistle of a radio) . This background noise is caused on one hand by the Brenner motorway, on the other hand by southern motorway bypass of Innsbruck. Both noise axes provide noise - due to sound refraction also for the smaller plateaus in the hills.

Only some areas (Tantegert, the valley south of the Walterhof plateau, the Keuchengarten in Schloß Ambras) are spared by this noise. An experienced Paschberg hiker will become familiar with the shades of noise intensity (or he will ignore them) and occasionally understand this phenomenon as part of the diverted landscape. You wont find absolute silence here - therefore you have to drive longer distances - so become part of the noise problem. Although the Paschberg is strongly hit by man making noise, two institutions bring musical bright spots.

Especially on days with strong "Föhn" (a southern zephyr, that is sometimes louder than the motorway) the big aiols harp is going in operation. The silhouette of the Paschberg is dominated characteristically by the high voltage line along its ridge. While Föhn winds touch the chords of this gigantic musical instrument, the air is filled rising and falling roar, that's most impressive in the evening. But entering the forest during such Föhn storms is not advisable, as then the forest is hit every year by strong winds tearing down some trees.

Compared to that, the railway touches more silent sounds. Especially since the installation of a wheel rim lubrication the echo of the characteristic shriek in the depths of the forest during passing of loops cannot be heard that often as before. As a alternative listen to the melodic sound of the vibrating overhead catenary poles. Besides this sound is quite practical as a train arrival warning.

Something else on sound: Comparing the soundscapes of Lanser See during summer and winter, you will find similarities to each other. So you can experience (with closed eyes) a diametrical change of seasons.

Silence is in short supply on Paschberg. Sometimes you can hear the sounds of animals; but they never predominate. Nevertheless inhabitants as well as visitors (except some joggers) don't seem to be stressed. This might be due to the optical silence of this area. For hours you can walk to the green twilight, always being sure to be able to return to town within half an hour. That promotes recreation in a better way than an area of absolute silence that can only by reached on large expense.



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