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Der Weg nach oben?

Zurück Und so sieht die neue Trasse ungefähr aus. Die gelbe Linie zeigt die oberirdische Führung. Sie wird großteils auf einer Brücke liegen die wahrscheinlich ähnlich, wie die der Hoadl-Bahn aussehen wird.
Beachtenswert erscheint der Wegverlauf zum Alpenzoo (blau). Nachdem der Intialfunke für den Bahnbau auf die Bemühungen das Alpenzooverwaltung in den 70érn zurückgeht und damals v.a. der barrierefreie Zugang zum Zoo das Thema war, erscheint es schon sehr ungewöhnlich, daß die Höhenunterschiede im Vergleich zur Lage der Stationen der alten Hungerburgbahn gleich blieben; die Wegführung dagegen durch Treppen schwieriger zu bewältigen ist (der Lift in der Station scheint nicht darauf ausgelegt worden zu sein, ganze Wagenladungen der Passagiere in einem zu transportieren). In diesem Zusammenhang hat sich auch die Zooverwaltung schon kritisch geäußert. Man wird sich wohl vom Panoramalift verabschieden und eine große Förderkabine installieren....
Es erscheint zudem seltsam, dass die Trassenführung zwar spektakulär wäre; der bewaldete Hang aber nur sehr sparsam gerodet wird - man also als Passagier von dieser exponierten, theoretisch aussichtsreichen Streckenführung gar nichts haben wird - es sei denn, man rodet mehr als derzeit geplant, und erreicht damit möglicherweise die Grenze zur UVP-Pflicht....
Die rote Werbeaufschrift im Vorderteil des Bildes (rechts unten) legt den eigentlichen Charakter des Projekts offen.

Nachssatz I:

Am 17.2.2005 habe auch ich versucht mich im Rahmen der von den Projektbertreiberen angebotenen Veranstaltung näher zu informieren. Ich möchte hier nur die von mir bereits mit dem nebenstehnden Bild illustrierte Problematik ergänzen. Die neue Station Alpenzoo liegt auf 662,8m m.ü.M., der Eingang des Alpenzoos auf 661,9m.ü.M.; So weit eigentlich einleuchtend, wenn es nicht notwendig wäre, um dorthin zu kommen, einen Graben zu überwinden, dessen Sohle auf ca 640 m.ü.M. liegt.
Anzumerken ist, dass die Projektbetreiber denn Höhenunterschied zwischen Station und Alpenzoo mit 12,5m angeben. Der Weg zum alpenzoo soll laut ihren Informationen nicht steiler als 6,5% werden (das läge im zulässigen Rahmen für behindertengerechte Rampensteigungen. Noch mehr zu denken gibt es aber, wenn man feststellt, daß die alte Station Alpenzoo auf ca. 625 m.ü.M. errichtet wurde.
Zusammenfassend - was eigentlich ursächlich zur Diskussion des Hungerburgbahnneubaus führte, ist in Vergessenheit geraten - wie bei der Legende vom Bau des Taj Mahal - wo der Auftraggeber zuletzt den Sarg der geliebten Gattin entfernen läßt, da dieser das Gesamtbild des Gebäudes störte.
Die "Verbesserung" des Alpenzoozugangs besteht also in einer Vergrößerung des Niveauunterschieds um ca. 10m. Sicher - die Wegstrecke wurde habliert - 300m statt 600m. Das eigentlich beschwerliche - der Höhenunterschied - wurde aber vergrößert.
Es ist einfachste Physik - wenn man die Wegreibung vernachlässigt, ist die Hubarbeit maßgebend - und trotz dieser tollen Bahn bleibt hier dem Passagier noch einiges an Hubarbeit selbst zu tun, um in den Alpenzoo zu kommen. Allerdings wird ihm mit der neuen Bahn und der Art der Zugangswege diese Arbeit nicht erleichtert.

Die Projektbetreiber haben mittlerweile (11.3.2005) im Rahmen ihrer Infokampagne auch meinen Fragenkatalog beantwortet. Teilweise hat man an den Fragen vorbei geantwortet, teilweise hat man den Punkt getroffen - wie z.B.:
"Eine Verlängerung ist wegen der Tiefgarage Landestheater/Congress nicht möglich"...
was zeigt, dass man bei anderen Planungen zu wenig langfristig gedacht hat. Bei der Fragen nach den Fahrzeiten ging man dem eigentlichen Problem geschickt aus dem Weg, indem man folgendes feststellte: "Bei sämtlichen Berechnungen wurden keine Umsteige Wartezeiten eingerechnet" Im besten Fall - wenn alle Anschlüsse passen - sind Fahrzeiteinsparungen von ca 6min denkbar. Vom O-Dorf braucht man auf die Hungerburg aber künftig verlässlich läger. Die Gretchenfrage nach der Reisezeit vom Burggraben auf die Hungerburg wurde mit 13 min angegeben. Für mich dürfte das auch zutreffen, da ich mich mit einer Gehgeschwindigkeit von ca 5km/h bewege. Ich merke aber auch schon, dass ich langsamer werde - und ich glaube, dass es nicht wenige Menschen gibt, die allein 10 min für den Weg vom Burggraben zum Ende des Kongresshauses benötigen.

Mittlerweile scheints so - zumindest wenn man politische Aussagen zwischen den Zeilen liest* - daß die Stadt lieber aus dem Vorhaben aussteigen möchte vertraglich aber so gebunden ist, dass sie das nicht mehr kann. Man wird also wohl nicht umhin kommen, die Touristenstraßenbahn vom Terminal zum Kongresshaus zu bauen, wie es das Verkehrskonzept der Neunziger Jahre für Innsbruck vorsah....
*) ich schließe das aus einer Aussage bei der Hundertjahrfeier der Straßenbahn - "Wäre es nicht möglich einen Teil der HBB zu erhalten?" - was natürlich angesichts des aktuellen Projekts verneint wird.

Nachsatz II:

Am 24.11.2005 ist die Genehmigung des Projekts absehbar. Technisch wird wohl alles stimmen. Die Gewissenhaftigkeit der technischen Prüfung ist nicht in Frage zu stellen. - Doch Blödsinn bleibt Blödsinn.
Aufgrund möglicher Lärmbealstungen werden die künftigen Betriebszeiten eingeschränkt. Damit stellt sich die Titulierung das Projekts als innerstädtischen öffentliches Verkehrsmittel in Frage - u.v.m....

Nachsatz III:

Am 5.12.2005 wurde das Bauvorhaben genehmigt; am 8.12.2005 absolvierte die alte Hungerburgbahn ihrer letzte Fahrt.

Nachsatz IV:

Vielleicht sollte man heute, am 23.4.2006 noch etwas sagen, bevor es zu negativ wird. Das scheint notwendig angesichts div. aussagen, die im Wahlkmap der Gemeinderatswahl gemacht wurden:
Schwachsinnig an diesem Projekt ist vor allem das Inselbetriebskonzept - d.h. daß die Bahn nicht umittelbar bei einer Hautpachse des ÖPNV (wie dem Terminal oder Franziskanerplatz) beginnt. Die Erfahrungen mit "Shuttlebussen" wie bei der Muttereralmbahn lassen nichts Gutes erwarten.
Die Unterirdische Führung mag zwar nicht ideal sein. Sie ist aber u.a. ein Kind des Ortbildschutzes. Zulässig muß es aber sein, zu fragen, wieso dann Autoverkehr auf Straßen ind er Innenstadt geduldet wird. Die Beleisigung für das Auge ist damit doch stärker. Wie auch immer - man wird aber künftig ungefähr gleich viel Streckenlänge oberirdisch genießen können, wie auf der alten Strecke der Hungerburgbahn.
Zum Alpenzoo wird ohnehin künftig eine eigene Buslinie geführt -also ist die unpraktische Lage dieser Station irrelvenat. Man mu&azlig; die Hungerburgbahn nicht benutzen, um dorthin zu kommen. Bleibt allenfalls noch das Umsteigen in der Hungerburg. Offenbar glauben noch immer viele Innsbrucker die neue Bahn fährt direkt auf dei Seegrube. Das ist ein Irrtum.
Es wird wohl nur Direkttickets -aber sicher keine Direktfahrten geben.
Wetten zum Ticketpreis IBK-Hafelekar werden unter angenommen. Mein Gebot ist 40 Euro.
Prämie für die dem realen Preis am nächsten stehende Gebote sind zehn Tagestickets der IVB im Wert von ca. 4 Euro. (Gültig auch auf der Igler -sofern nicht bis 2007 auch das Tarifkonzept der IVB so umgemodelt ist, daß an allen Strecken im Stadtgebiet aber außerhalb des Talboden Aufpreise leisten zu sind...)
Ich nehme also an, dass man für den Preis eines Tages auf der Nordkette mehr als einen Monat am Paschberg verbringen kann.


The yellow line shows the new trace over terrain, green ist shown the subterranean trace, blue marks the footpath to the alpine zoo. Feel free to make your own conclusions - is this path barrier free? To make a barrier-free way to this zoo was the original intention of projects for a new funicular....

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