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DIE PFADE: FUSSWEGE - BAHN - STRASSE

Die Pfade

Zum großen Bild! Der Paschberg ist heute, wie in der Vergangenheit, vor allem ein Verkehrsraum. Der Zweck des Verkehrs hat sich aber im Laufe der Zeit stark verändert. Gingen früher viele Steige und Karrenwege als einzige Verkehrsverbindungen ins Mittelgebirge kreuz und quer über dann Hangrücken, so breitet sich heute -umschlossen von Straßenumfahrungen- ein großes Waldgebiet aus. Die Wege in diesem Wald zeugen noch von den vergangen Verkehrsbeziehungen - und dort, wo wir heute im Wald herumlaufen, trugen kaum 100 Jahre früher Bauern ihre Produkte zum Markt nach Innsbruck. Was wird wohl in hundert Jahren mit den Straßen geschehen sein, auf denen heute ins Mittelgebirge gefahren wird? Für die Igler Bahn darf man sich jedenfalls auch noch einen zweihundertsten (mindestens!) Geburtstag wünschen....

Today -as in the past- the Paschberg is a place of (traffic)communication. But the special use has changed during the times. In earlier times many paths and tracks led as main connectors of the foothills through this area. The remaining paths bear evidence of those gone use. And where we jog through the forest today some 100 years ago farms transported their goods to the Innsbruck market. What will happen with the roads during the next 100 years, we now use for traffic between the town and the foothills? However - for the Igler railway we will wish also a 200th anniversary.....

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Zum großen Bild! Manche der alten Wege verschwanden im Laufe der Zeit. Ein Gutteil hat sich aber als Freizeiteinrichtung erhalten. Vielleicht gedenken wir unbewusst, wenn wir heute - so ganz zweckfrei - durch den Wald schlendern, derer, die einst hier durchgehen mussten - weil sie auf diesem Wege zu ihrer Arbeit kamen. Manche Wege sind gerade zu geschwängert mit ungeschriebener Geschichte. Augenfällig wird das an Plätzen, die ehemals Bedeutung hatten und nun langsam aus dem Bewusstsein verschwinden.

Some of the old ways had vanished during the times. But the main part remains in use for recreation purposes. Maybe, unconsciously we remember, as we stroll through the forest today -just for fun, those people that had to walk through this forest as a part of their work. Some paths seem to be full of unwritten history. Obviously this can be seen on old important places, which are almost forgotten today.

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Zum großen Bild! So ein Platz ist diese Wegkreuzung mit der Igler westlich der Station Tummelplatz. Die sorgfältige Ausführung der Stützmauer (Rustica!) deutet darauf hin das dieser Platz oft begangen oder befahren war. Anderswo sind die Stützmauern der Igler in (erst nach und nach patiniertem) Beton (Stampfbeton) ausgeführt. Der querende Fahrweg führte vom Tummelplatzweg /Bichlweg geradewegs zu den Steinbrüchen am Paschberg. Die Steigung war gering - offensichtlich um die großen Lasten sicher transportieren zu können. Beim Bau von Autobahn und Neubau der Aldranserstraße wurde zwar eine Treppe für die Fußweg Verbindung vorgesehen - doch der Weg scheint zum damaligen Zeitpunkt bereits aus dem Bewusstsein der Bevölkerung verschwunden zu sein. Im Frühjahr kann man die Strecke noch leicht begehen. Später im Sommer überwuchert dann aber das Dickicht die Trasse - was bleibt ist die schöne Stützmauer und eine oberflächlich betrachtet unmotiviertes Andreaskreuz an der Bahnstrecke.

One of those places can bee seen on the Igler railway west of the Tummelplatz station. The transport road there was once quite important (which caused an elaborate design of the railways retaining wall). Nowadays this road was cut by several other road buildings downhill and vanishes step-by-step, season-by-season in the forest. Only the two railway crossing signs show that there once was a crossing.

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Zum großen Bild! Die Straßen, die über den Paschberg führen, sind für diesen Bereich (mit Ausnahme der Stichstraße zu Schloß Ambras) lediglich Barrieren die durch den lokalen Transitverkehr (Pendler) besonders akzentuiert werden. Versuchen Sie einmal die Aldranser Straße bei Schloß Ambras -am Weg zum Tummelplatz- zu überqueren. Die 50km/h Beschränkung (die es hier sicher schon seit bald 30 Jahren gibt) hat sich noch wenig ins Bewusstsein der Fahrer geschlichen - aber es gibt immerhin manche, die beim markierten Schutzweg stehen bleiben. Daß diese Straßen zu solchen Rennbahnen geworden sind, wäre eigentlich nicht unbedingt nötig gewesen - hat sich aber beim Autobahnbau angeboten. Die Folge davon waren dann weitere Streckenbegradigungen und damit höhere Fahrgeschwindigkeiten. Heute ist bedingt durch diese Maßnahmen der Paschberg zwischen Olympiastadion und Amras in mehrere unüberwindliche Stützmauerterrassen zerschnitten. Viele alte Fußwege wurden gekappt. Eine Kapelle an einer wichtigen Weggabelung (in etwa dort, wo Viller - und Aldranserstaße voneinander abzweigen - nur am Talboden) wurde im Zuge des Autobahnbaus abgerissen.

Most roads in the Paschberg area don´t serve development but are barriers. Local transit traffic makes crossing of those roads not so easy. Speed limits are seldom followed. The building of the motorway, which needed severe changings in landscape and made straitening of parallel roads easy, caused that those connections grew to such racing tracks. The area between the Olympiastadion and Amras was split in impassable terraces. Old paths were cut. Also an old chapel on a former road crossing was torn down for building the motorway.

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Zum großen Bild! Etwas weniger kontroversiell mögen die Forstwege sein, die im Laufe der Zeit am Berg angelegt wurden. Beobachtet man solche Wege über einen Zeitraum von 20 Jahren, so stellt man fest, wie zügig sich die Natur die aufgerissenen Flächen wieder zurückholt. Forstwege scheinen also weitaus besser als ihr Ruf zu sein. Gerade kürzlich wurde am Paschberg der "Oberer Gang Weg" fertiggestellt. Er verläuft im wesentlichen entlang eines Grenzganges - also einer Vermessungslinie, die verschiedene Streifenparzellenreihen voneinander trennt. Da dieser Gang vorwiegend im ebenen Gelände verläuft halten sich auch die Geländeveränderungen beim Straßenbau in Grenzen. Mittlerweile wurde die Ränder des Weges bereits begrünt und mit Laubbäumen aufgeforstet, sodaß binnen 10 Jahren die entstandene Wunde verheilt sein wird.

Less controversial seem to be the forestry roads. Inspected through a period of 20 years, you will see how fast nature reconquers the destroyed areas of the forest. So those roads seem to be better as their image. The newest one of those roads is the one on the Oberer Gang (the name for a survey line between different rows of narrow parcels of forest). The sides of its trace were already reforested with deciduous-trees so the healing of this wound will be almost perfect in 10 years (especially in the areas of fast growing ash-trees)

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Zum großen Bild! Eine Sonderstellung bei den Wegen am Paschberg nimmt die Igler Bahn ein. Schon mehrmals hat ihr letztes Stündchen geschlagen - immer im Zuge von Ho-ruck-aktionen kurzfristiger politischer Erwägungen. Dabei hat sich dieser Verkehrsweg am besten in die dortige Landschaft eingefügt - auch wenn die Ingenieurbauten der Jahrhundertwende teilweise ebenso wenig zimperlich mit Landschaft verfuhren, wie es Straßenplaner der 60´er Jahren taten. Aufgrund sparsamer Vorgaben wurde jedoch weitestgehend mit Nullinientrassierung (d.h. Gleichgewicht zwischen Damm und Einschnitt möglichst bereits im jeweiligen Querschnitt der Strecke) gearbeitet. Gerade Stellen gibt es bei der Bahn daher selten (bis auf einen "Schnellfahrabschnitt" kurz vor Aldrans), gewaltige Dämme und Einschnitte sind jedoch (bis auf die zwei Kehren bei Tantegert) ebenso selten zu sehen. Die Bahn wurde damit schnell zum Teil der von ihr durchquerten Landschaft. Bei den Straßen in der Nähe wird das erst eintreffen, wenn das Gras durch den Asphalt schießt oder die Bäume so über den Fahrweg hängen dass Verkehrssicherheitsprobleme auftreten.

A special position in the paths of the Paschberg is held by the Igler railway. Several times its last hour seemed to have arised - due to shortsighted politic interests. Nevertheless this track was fit into the surrounding landscape in the best way - even as a planning of the early 20th century. The trace of the railway was planned mainly following the curvature of terrain to minimize the haulage of earth. Only some more elaborate changes in the area of Tantegert had to be made. So the railway became very fast a part of the landscape - a process that is fulfilled on a roads trace just when it is destroyed.

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